Deaktivierung der Kommentarfunktion

sprechblasenDie Betreiber_innen dieser Seite haben bis auf weiteres die Kommentarfunktion deaktiviert, um auf das die letzten Wochen stark ansteigende Aufkommen von Rumgetrolle und Unsinnposten zu reagieren. Das hat nichts mit Zensur zu tun, da wir die bisherigen Kommentare selbstverständlich stehen lassen werden. Nicht zuletzt, weil es den Betreiber_innen zu mühselig ist, bei all diesen Kommentaren zwischen “inhaltlich wertvoll” und “unsinniger Quatsch” zu entscheiden.

Nichtsdestotrotz sahen wir uns in den letzten Wochen immer wieder gezwungen alle Kommentare stets gegenzulesen, da immer wieder persönliche Details und berufliche Infos über bestimmte dem SZ zugeordnete Personen gepostet wurden. Falls wir uns dazu entscheiden sollten, in näherer Zukunft wieder die Kommentarfunktion zu aktivieren, seien die betreffenden Poster_innen in aller Form dazu angehalten dies auch in Zukunft zu unterlassen, hier wie auch anderswo, da wohl sie selbst über eine Zuordnung solcher Informationen zu ihrem politischen Wirken als letzte ein Interesse haben. Das soll keine Drohung sein, denn es ist nicht die Methode des SZ konkrete Personen für ihr politisches Wirken anzugreifen, sondern dieses Wirken selbst einer ideologiekritischen Prüfung - unabhängig von den dahinterstehenden Personen und ihrer angenommenen Persönlichkeitsstruktur - zu unterziehen.

Dokumentation eines Papiers von »enfants perdus« zur Kritik der »28 Thesen zur Klassengesellschaft«

»Die Unterentwicklung der revolutionären Theorie
auf der ganzen Welt ist die erste Unterentwicklung,
die jetzt überwunden werden muss.«

(Situationistische Internationale 10/1966)

ENFANTS PERDUS beginnen hier mit einer Kritik der »28 Thesen zur Klassengesellschaft« des KOSMOPROLET (2007). Über dessen Initiatoren, die »Freundinnen & Freunde der klassenlosen Gesellschaft«, war in PHASE2 vom Herbst 2007 zu lesen:

»Es handelt sich hier um eine undogmatische Sammlungsbewegung über die Gräben der alten Arbeiterbewegung und Linksradikalen hinweg, mit dem Ziel, eine revolutionäre Praxis zu entfalten, aber ohne Parteigründungsambitionen. Diese Erscheinung ist noch auf Berlin beschränkt. Im Editorial des Kosmoproleten wird aber eine Kontaktaufnahme mit FrankfurterInnen, FreiburgerInnen und SchweizerInnen angedeutet, so dass durchaus noch etwas mehr Staub aufgewirbelt werden könnte.

Die Schwierigkeit besteht dabei in einem Spagat zwischen der unbedingten Anerkennung der Niederlage des ersten Ansturms des Proletariats im Nationalsozialismus (1830–1939) und dem Willen, nicht den Kopf hängen zu lassen (triste Zeiten, über den Globus verstreute Kommunistinnen etc.), sondern lieber seinen Teil zu tun für die Erfindung der Zukunft. In den Begrifflichkeiten der jüngsten Geschichte ausgedrückt, ist das der Widerspruch zwischen einer sich zunehmend der deutschen Volksgemeinschaft andienenden Bewegungslinken und der adornitisch-antideutschen Fundamentalopposition, die allerdings häufig in die Hypostasierung ihrer eigenen Ohnmacht verfällt. Die Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft beziehen daher eine doppelte Stellung einerseits gegen unmittelbare Praxis, also die Illusion, es gäbe bereits irgendwelche Bewegungen, die offen für revolutionäres Gedankengut wären und andererseits gegen die deutsch-romantische Neigung, sich im Angesicht der geschlossenen Totalität in Untergangsstimmung zu versetzen und in selbst gebastelter Theorie einzurichten. Derlei polare Gegensätze und ihre Auflösung machen die Schwierigkeit aus. Es ist immer besser, von den Trennungen auszugehen, um sie dann zu vereinen zu suchen. Gegenwärtig spalten sich die Linken in einen praktischen und einen theoretischen Flügel auf, so daß Kopf und Hand getrennt erscheinen: Theorie und Praxis schließen sich heute in erstarrter Opposition gegenseitig aus. Auf der einen Seite der blinde Aktivismus, der immer nur sich selbst und nie die Gesellschaft in Bewegung bringt, auf der anderen Seite ein trockener Akademismus: Man lese nur die Druckerzeugnisse der studentischen Linken, wohne ihren gespenstigen Vortragsversammlungen bei und man versteht auf der Stelle woher die Feindschaft gegen Theorie ihre Nahrung bezieht. Solche Widersprüche durchziehen die Thesen – nur den zwischen Mann und Frau bzw. Vernunft und Sinnlichkeit wollen sie nicht sehen. Ebenso prägt der Versuch einer Vereinigung dieser Widersprüche den Stil. In diesem Fall ist die Auflösung einfach die, dass gesagt wird, man solle denkend handeln und handelnd denken: Wer nicht begreift, kann nicht wirklich handeln, und wer nicht handeln will, wird auch nicht begreifen.
Es ist unmöglich, den Text vollständig zu referieren, man liest ihn daher besser selbst.«

Lies weiter in ‘Dokumentation eines Papiers von »enfants perdus« zur Kritik der »28 Thesen zur Klassengesellschaft«’

»Aufhebung der Arbeit!« – Bewahrung, Abschaffung oder sublimierende Überwindung? (Referent: Biene Baumeister)

Sonntag, 2.12.2007, 16 Uhr, in den Wagenhallen Block 4 (Eingang links neben der Tangobar), Innerer Nordbahnhof 1, Stuttgart.

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Von der »Sozialdemokratie« über den »Realsozialismus«, von ML-Orthodoxien über Bewegungen wie »Operaismus«, »Autonomie« und »Postoperaismus« bis hin zur sogenannten »Neuen deutschen Wertkritik« (NdW) ist kaum ein Thema so affektiv besetzt und emotional aufgeladen wie »Arbeit«, und dies nicht ohne Grund. Seit Anfang der Klassengesellschaften ist die »Arbeit« ein gesellschaftliches »Kampfterrain«, sowohl in praktischer wie ideologischer Hinsicht. Diese Kämpfe in und um die »Arbeit« brachten zugleich relativen Fortschritt wie Regression und Vernichtung mit sich, was sich selbstverständlich auch immer ideologisch ausdrückt. Während der Entstehung der Arbeiterbewegung sahen die frühen Sozialdemokraten in »der Arbeit« den Grund allen gesellschaftlichen Reichtums und so fordern auch die heutigen »Arbeit für alle!«. Die »realsozialistischen« Akkumulationsregimes zu Beginn des 20. Jahrhunderts gingen gleich einen Schritt weiter und erhoben den Arbeitskultus zur Staatsreligion: »Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen!«, so Lenin in Anlehnung an den Apostel Paulus. Spiegelbildlich dazu sehen heutzutage etwa einige Protagonist_innen der NdW in »der Arbeit« den Grund allen gesellschaftlichen Übels, »ein irrationales Prinzip, das als Naturzwang erscheint« [Manifest gegen die Arbeit, S. 13]; sie stelle bloß die andere Seite des Kapitals »innerhalb des kapitalistischen Selbstzwecks« [ebd.] dar. Konsequenterweise fordern sie daher die »Abschaffung der Arbeit«.
Spätestens, seit »Arbeit macht frei« über dem Tor des Vernichtungslagers Auschwitz prangte (und auch an den Eingängen weiterer Vernichtungslager), wo der Wahn des deutschen Arbeitsethos zur Vernichtung aller führte, die als »Nicht-Arbeitende«, als sogenannte »Raffende« oder »Parasiten« projektiv stigmatisiert wurden, ist es geradezu notwendig angesagt misstrauisch zu sein, wenn »Arbeit« mit menschlicher Emanzipation per se gleichgesetzt wird.

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Nachbereitung “NN: Maoismus und ML-Sekten (Fortsetzung zum »Westimport«) (Referenten: Fritz Güde und Christoph Zwi)”

Als Nachbereitung des Negativen Nachmittags Maoismus und ML-Sekten (Fortsetzung zum »Westimport«) (Referenten: Fritz Güde und Christoph Zwi) stellen wir nun einen Mitschnitt der Veranstaltung zur Verfügung.

Mitschnitt:

    Teil 1
    Teil 2
    Teil 3
    Teil 4 Diskussion

Das Handout des Vortrags von Fritz Güde zum herunterladen:

Das Vortrags-Manuskript von Fritz Güde mit Anmerkungen zur Diskussion zum herunterladen:

NN: Maoismus und ML-Sekten (Fortsetzung zum »Westimport«) (Referenten: Fritz Güde und Christoph Zwi)

Sonntag, 4.11.2007, 16 Uhr, in den Räumen des Rosa Luxemburg Forums, Plankstr. 79, Stuttgart (Gablenberg).

maotasche2Der »Marxismus-Leninismus« (ML) tritt seit einem halben Jahrhundert in der Regel als Maoismus auf. Was ist der Unterschied: Maoismus als ein Leninismus, »der Leninismus« als Erfindung Stalins, Maoismus als Stalinismus von oben und unten?
Was war »die ML-Bewegung«? Gibt es so etwas wie Neo-MLismus? Eine Antwort auf diese Fragen setzt voraus, dass wir wiederkehrende Charakterzüge maoistischer bzw. MListischer Praxis und Theorie bestimmen können. Diese müssten sich in der wirklichen geschichtlichen Bewegung nachweisen lassen, aus der sie sich selber ideologisch erklären, jedoch muss versucht werden, sie ideologiekritisch aus der wirklichen Bewegung selbst herzuleiten anstatt umgekehrt (die Bewegung aus ihren ideologischen Selbsttäuschungen und Schablonen abzuleiten).

Lies weiter in ‘NN: Maoismus und ML-Sekten (Fortsetzung zum »Westimport«) (Referenten: Fritz Güde und Christoph Zwi)’

NN: Was ist »Vernunft«? Was heißt »vernünftig«? (Referent: Michael Weingarten)

Sonntag, 07.10.2007, 16 Uhr, »Atelier Unsichtbar« (Innerer Nordbahnhof 73, Stuttgart-Nord)

Bildinschrift: “Der Schlaf der Vernunft gebiert Monster”
Der Begriff der »Vernunft« ist ein sehr schillernder und die Geschichte dessen, was unter »Vernunft« verstanden wird, ist reich an Wechselfällen. Doch was ist »Vernunft«? Kann eine Sache selbst vernünftig sein oder wird ihr »Vernunft« bloß von uns zugeschrieben? Ist »Vernunft« im allgemeinen durch die kapitalistische Rationalität und ihre »instrumentelle Vernunft« in eine Krise geraten? Wird durch abendländische Rationalitätsideale das Andere der »Vernunft« (z.B. Emotionalität, Wahnsinn) klinisch unterdrückt bzw. wegtherapiert? Was ist unter einer »vernünftigen Gesellschaft« zu verstehen und in welchem begrifflichen Zusammenhang steht sie mit der Vorstellung einer »communistischen Gesellschaftsordnung«? Kann an der Vorstellung einer prinzipeillen Wirkmächtigkeit der »Vernunft« nach dem Zivilisationsbruch der Shoah überhaupt noch festgehalten werden?

Lies weiter in ‘NN: Was ist »Vernunft«? Was heißt »vernünftig«? (Referent: Michael Weingarten)’

Negative Party: ALLE REDEN VON DER RAF. WIR NICHT.

1. September ab 16 Uhr bis open end, »Atelier Unsichtbar« (Innerer Nordbahnhof 73, Stuttgart-Nord)

Alle reden von der RAF. Wir nicht.
als .pdf

Wie immer wird es wohl Kaffee und Kuchen geben, gegrillt werden, der ElektRoman spielt live und es gibt Getränke.

Nachbereitung “NN:Kritik und Dialektik – Versuch einer einführenden Annäherung an »dialektische Kritik« und »kritische Dialektik« (Referent: Biene Baumeister)”

Als Nachbereitung des Negativen Nachmittags Kritik und Dialektik – Versuch einer einführenden Annäherung an »dialektische Kritik« und »kritische Dialektik« (Referent: Biene Baumeister) stellen wir nun einen Mitschnitt des Referates zur Verfügung.

Mitschnitt:

    Referat Teil 1
    Referat Teil 2

Vortragsmanuskript:

Die verschriftlichte Form des Vortrags mit nachgetragenen Ergänzungen (u.a. auch aus der Diskussion) kann als pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Nachbereitung “NN: Die Wahrheit des Unbewussten: Zur Eigenart der psychoanalytischen Erkenntnis (Referent: Lars Quadfasel)”

Als Nachbereitung des Negativen Nachmittags Die Wahrheit des Unbewussten: Zur Eigenart der psychoanalytischen Erkenntnis (Referent: Lars Quadfasel) stellen wir nun einen Mitschnitt des Referates zur Verfügung.

Download Referat (mp3 33MB)

NN: Idi i smotri - Komm und sieh (Elem Klimov)

Sonntag, 08.07., 16 Uhr »Zentrum Weissenburg«, Weissenburgstr. 28A, Stuttgart-Mitte

Idi i smotri - Komm und sieh (Elem Klimov)
Antikriegsfilm UdSSR 1985, 146 Min.
Russische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

“Der Film zeigt, brutal wie kaum ein anderer, den Terror des Nazikriegs und den Widerstand dagegen. ´Hätte ich alles gezeigt, hätte nicht mal ich das anschauen können´ (Elem Klimvo).” (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG München)

»Komm und siehe zu!«, heißt es in der Johannes-Apokalypse. Die Kraft der Bilder, etwas zu offenbaren, hängt auch mit der Bereitschaft des Publikums zusammen, etwas sehen zu wollen. Elem Klimov arbeitet nicht mit der Autorität des Authentischen, sondern präsentiert eine Welt der subjektiven Schocks. Die NS-Verbrechen in Belorussland 1943 werden aus der Perspektive des zwölfjährigen Fljora erlebt, der sich der Partisanenbewegung anschließt, den Genozid deutscher SS- und SD-Einheiten an den Bewohnern eines Dorfes mitansehen muss und am Entsetzen (heran)wächst. Die traumatischen Situationen beziehen ihre Wirkung aus halluzinatorischen Bild- und Tonfolgen. Der Gehörsturz, den Fljora nach einem Granatenbeschuss erlebt, das zuckende Auge einer sterbenden Kuh im Trommelfeuer und rückwärts laufende Archivsequenzen, die nach dem Ursprung des Grauens fragen, suchen in der Filmgeschichte ihresgleichen. (Matthias Wittmann)

Lies weiter in ‘NN: Idi i smotri - Komm und sieh (Elem Klimov)’



Nächstes Plenum

Wiki-Seite zur Entwicklung einer TOP-Liste für das jeweils kommende Plenum.

Fremdveranstaltungen

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Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autoren Henning Böke: Maoismus
Freitag, 25.04.2008, 19.00 Uhr - Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart-Heslach)
“Mit seinem eigenständigen Sozialismus, der sich von dem der Sowjetunion scharf abgrenzte, bildete das China Mao Tse-tungs um 1970 einen bedeutenden Bezugspunkt für Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt wie für die progressive Intelligenz im Westen: Der Maoismus war damals eine maßgebliche linke Strömung, mit der großen Hoffnung auf ein alternatives Gesellschaftsmodell jenseits von Kapitalismus und bürokratischem Staatssozialismus verbunden waren.” (theorie.org)

 # 1
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Perspektiven für eine zeitgemäße feministische Politik (Referentin: Frigga Haug)

    Donnerstag, 20. März 2008 um 20 Uhr, im Subversiv (Burgstallstraße 54, Stuttgart-Heslach)

“Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik” lautet das jüngst erschienene Buch von Frigga Haug, das im Rahmen dieses Vortrags eingehender vorgestellt
und hinsichtlich seiner feministisch-politischen Aktualität beleuchtet werden soll.

(Veranstaltergruppe: noya)

 # 11
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Kernpunkte von Marx’ Theorie (Michael Weingarten)
Am Mittwoch, den 19.12.07 um 19.30 Uhr wird Dr. Michael Weingarten einen ersten Überblick über Marxistische Theorie und dialektisches Philosophieren geben. Es wird dabei auf die Kernpunkte von Marx’ Theorie eingegangen.
Im Anschluss ist eine Diskussion erwünscht. Es sind keinerlei Vorkenntnisse von Nöten.
Der Vortrag findet in der Keplerstr. 11 (Uni-Gebäude K1) im 10. Stock im Raum 10.08 statt.

 # 1


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